Abstreiferfedern stecken geblieben? So gibst du sie frei!

Festsitzende Ölabstreiferfedern, ein häufiges Problem. Ölabstreifringe können sich durch Verunreinigungen im Motorinneren festsetzen. Wenn sie stecken bleiben, können sie sich nicht mehr weit genug „strecken“, um das Öl an der Zylinderwand abzukratzen, mit den Folgen.

Wie funktionieren die Ölabstreiferfedern?

Der Name sagt es eigentlich schon ein bisschen. Die Ölabstreifringe kratzen das überschüssige Öl von der Zylinderwand zurück in das Kurbelgehäuse. Auf diese Weise wird verhindert, dass das Öl in den Verdichtungsraum gelangt und wird somit in den Verbrennungsprozess einbezogen.

Die Ölabstreifringe sind mit einigen kleinen Löchern versehen. Hier kann das abgeschabte Öl dann in das Kurbelgehäuse zurückgeführt werden.

Neben den Ölabstreiffedern gibt es in einem Motor auch Druckfedern, bei modernen Motoren sind es meist zwei. Die Druckfedern müssen dafür sorgen, dass der Raum perfekt abgedichtet wird, damit die Kompression im Motor optimal ist.

Der Kolben bewegt sich in der Zylinderlaufbuchse auf und ab. Die Zylinderlaufbuchse wird mit dem Motoröl geschmiert. In dem Moment, in dem sich der Kolben nach unten bewegt, befindet sich eine spezielle Feder um einen Kolben, dies ist die untere Feder. Das soll das Öl zurück ins Kurbelgehäuse bringen. Wenn das nicht richtig gemacht wird, bleibt das Öl teilweise auf der Innenseite der Zylinderwand. Hier findet die Verbrennung statt und ein Teil dieses Öls geht mit der Verbrennung des Öls einher. Dadurch entsteht blau/schwarzer Rauch und das Öl ist aus dem Motor verschwunden. Daher muss neues Öl nachgefüllt werden.

Was verursacht festsitzende Ölabstreiferfedern?

Wie Sie oben auf der Seite gelesen haben, liegt die Ursache für das Festsitzen der Ölabstreiferfedern in der Verschmutzung, genauer gesagt in der Verkokung. Doch wie kommt es zu dieser Kohlenstoffablagerung? Und was können Sie tun, um es zu verhindern.

Innere Verschmutzung

Einfach mit dem Auto zum Supermarkt hin und her oder noch eine kurze Fahrt. Es scheint die normalste Sache der Welt zu sein, aber in der Zwischenzeit leidet Ihr Auto. Wenn Sie dies gelegentlich tun, ist dies kein Problem, aber wenn dies regelmäßig der Fall ist, besteht die Möglichkeit, dass Ihr Motor intern stark verschmutzt wird.

Aufgrund der kurzen Wege hat der Motor keine Chance, die optimale Temperatur zu erreichen. Der Motor wird nicht heiß genug, was zu einer unvollständigen Verbrennung führt. Die Kohlenstoffablagerungen sammeln sich intern im Motor an. Wird dies zu viel, können die Ölabstreifringe stecken bleiben.

Die Vorschriften zu Autoabgasen werden von Jahr zu Jahr strenger. Die Hersteller tun daher alles, um Verbrauch und Emissionen ihrer Autos zu minimieren. Das kommt dem Auto jedoch nicht immer zugute.

Ein gutes Beispiel dafür sehen Sie in diesem Video über die damals neuen Audi TSFI-Motoren. Im Streben des Herstellers nach möglichst wenig Widerstand im Motorinneren (und dadurch weniger Kraftstoffverbrauch) wurde die Bedeutung des Ölabstreifrings für eine Weile vergessen. Dies führte zu einem extrem hohen Ölverbrauch.

Außerdem landet die gesamte Schadstoffbelastung durch Autos heutzutage nicht mehr in der Umwelt, sondern im Auto selbst. Folgen, verschmutzter Partikelfilter und eine verschmutzte AGR. Aber auch Verschmutzung im Öl- und Kraftstoffsystem.

Sie können eine innere Verschmutzung verhindern, indem Sie den Motor immer warmlaufen lassen, was zu einer besseren Verbrennung führt. Darüber hinaus können Sie ein Additiv in Betracht ziehen, um eine Verschmutzung des Motors zu verhindern. Das Lindemann Engine Performance Treatment eignet sich hervorragend zum Schutz des Motors vor Verschmutzung und Verschleiß.

Welche Folgen haben festsitzende Ölabstreiferfedern?

Da das Öl durch den Ölabstreifring nicht mehr in das Kurbelgehäuse zurückgeschabt wird, landet es im Verdichtungsraum. Es geht dann mit dem Verbrennungsprozess mit, was zu einem Ölverbrauch führt. Das Problem ist also Verschmutzung oder möglicher Verschleiß. Unten am Kolben sieht man allerlei Schmutz und dann verbranntes Öl. An der Seite des Kolbens ist eine Schicht zu sehen, die zu einem verstopften Ölabstreifring führt.

Wenn der Motor sehr heiß wird, dehnt sich das Metall aus und der Kolben kann nicht in seine Endlage zurückkehren. Der Kolbenring soll in die untere Nut des Kolbens eingreifen. Der Ölverbrauch wird dann noch schneller schlimmer, weil der Ölabstreifring dann anfängt sich in die Zylinderwand zu fressen, weil er nicht mehr weit genug zurück kann, also nicht mehr passt. Es ist zu groß geworden, was den Ölverbrauch noch weiter erhöht und die Gefahr des Steckenbleibens noch größer ist.

Es gibt natürlich mehrere Ursachen für den Ölverbrauch, weshalb wir schon einmal einen Blog über die Reduzierung des Ölverbrauchs geschrieben haben. Auch die Ölabstreiferfedern werden hier kurz besprochen, aber in diesem Blog gehen wir noch genauer darauf ein.

Festsitzende Ölabstreiferfedern selbst lösen zelf

Das manuelle Lösen der Ölabstreifringe kann eine kostspielige Reparatur sein. Bevor Sie beginnen, können Sie auch erwägen, den Motor innen mit einer Motorspülung zu reinigen. Der Lindemann Oil System Cleaner ist hierfür hervorragend geeignet und reinigt den Motor gründlich.

Die Erfolgsrate dieses Additivs hängt natürlich vom Verschmutzungsgrad ab. Wenn sich die Ölabstreiferfedern nach der ersten Spülung nicht gelöst haben, können Sie es ein zweites Mal versuchen. Wenn es danach immer noch nicht funktioniert, muss es jedoch immer noch manuell durchgeführt werden. Dies ist nur bei extremer Verschmutzung der Fall.

Haben Sie Anmerkungen und/oder Fragen zum obigen Blog? Lass es uns in den Kommentaren unten wissen oder kontaktiere uns!

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